Über die Wohnzimmerdecke / den Boden vom Büro legen wir provisorisch OSB Platten, drehen das Gerüst zurecht. Zwischen die Latten kommt die Glaswolle. Davor die Dampfbremse und darüber Konterlattung. An die Konterlattung schrauben wir die Rigipsplatten.
Zwei Stromkabel, eins für die Deckenlampe im Büro und eins für die Küche.
Hierbei hatten wir auch viel Hilfe von einem Kumpel von Janund Lea (Jans Schwester) – Jan. Rigipsplatten sind echt schwer… Zwischendurch musste das traumhafte Wetter genossen werden. Mit dabei: Finn, Lea und Ida! (Jans Geschwister und der Hund)
Ansosnten verpassen wir die meiste Zeit das tolle Wetter und sitzen im Glaswollenstaub.
Die Wohnzimmerdecke hängen wir ab, damit oben genug Platz für das Büro bleibt. Wir sind zwar kleine Menschen, wollen uns jedoch auch nicht den Kopf an der Decke stoßen.
Mattes, Finn und ich (Kati) schlagen die Nägel in die Balken durch die Balkenschuhe unserer Wohnzimmerdecke.
Alle Balken sind fest, hinten rechts ein Treppenloch zum Büro.
Leisten an den Balken befestigt, Latten angemalt, gesägt und verlegt. Die Decke ist fertig. Zumindest von unten.
Die Flex mit Staubabsaugung – einen Dank ans Panzertape!
Das ist Jans ultimativer Trick gegen zu viel Staub. Er schaltet den Staubsauger an und danach die Flex um die Ziegel an der Wand zu flexen. Der Feinstaub fliegt nicht in alle Richtungen sondern wird direkt vom Staubsauger eingesogen. Optimal. Und der Industriestaubsauger schafft das gut.
Jan hat die Klinker weggeflext, weil die neuen Fenster etwas länger werden sollen für mehr Licht in der Küche. Und um gut raus schauen zu können, da sie sonst ebenfalls sehr weit oben erst beginnen würden.
Hier im Bild die alten Stützen zu sehen. Optisch sehr schön. Nehmen aber viel Platz ein.
Zuvor zog Jan noch die Unterspannbahn zwischen die Balken. Unten kam ein Stück Teichfolie entlang, damit, wenn es Regnet, das Wasser auch wirklich in der Dachgosse landet und nicht an unser Innenwand runterläuft.
Wir legen die Teichfolie unter die Dachpfannen.
Oben links das erstmal provisorische Abstützen zu sehen.
Im Bad stützen wir das Dach ab, in dem wir die Balken auf die Wand ablegen. Hier soll ein Drempel entstehen. Doch bis das soweit ist stoßen wir noch auf andere Probleme…
Oben links das erstmal provisorische Abstützen zu sehen.
29.11.2020 Die Sichtbalken werden geölt und geschliffen
Parallel zum einziehen der Unterspannbahn mussten auch alle Balken gereinigt, geschliffen und geölt werden. Das war mühselig. Mit im Einsatz hier Leinöl, Tücher, Schwingschleifer, Bandschleifer und der Exzenterschleifer!
Die Arbeit lohnt sich, da wir am Ende einige alte Balken in der Wohnung sehen werden. Zudem ist es ein besserer Schutz gegen den Holzbockkäfer.
Da wir vom Eingangsbereich nach oben eine Treppe benötigen, schlug Schwengels unser Bauunternehmer vor, die ganze Decke rauszunehmen und zu erneuern. Die wankte auch schon gut beim rüber laufen und wirkte nicht sehr vertrauenerweckend. Mit dabei waren wieder Freunde von uns und Jans Vater.
Leider entstanden allerdings auch große Risse im hinteren Teil (dort wo in Zukunft das Bad sein soll). Und hier wollen wir die alte Decke/Boden drin lassen.
Die Decke ist aus Holziegeln. Also mussten wir Löcher in die Holziegel machen und neuen Beton drüber gießen. Durch die Löcher in den Holziegeln füllten sich auch diese mit Beton und es wurde ein guter, fester Boden/Decke. Jetzt hält es. Zur Stabilisierung haben wir noch vorher Moniereisen dazwischen gelegt.
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Die Decke ist raus und der Container ist unterwegs. Da kommt der Schutt von der Decke/Boden wieder hinein.
Manu und Jens am Decken(Boden)schutt schippen. Fast geschafft!
Die neue Decke für den Eingangsbereich / der Boden für das darüberliegende Schlafzimmer am 8.11
Jan schraubt die Bretter an für die neue Decke. Vorher haben wir etwas Beton gemischt, damit alle Wände gerade und dicht sind.
Die Querbalken kommen rein. Unsere Zukünftige Decke im Eingangsbereich (Partyraum).
Und schließlich folgen die Latten. Alle weiß angemalt und zugesägt.
Fertig.
Steinwolle rein und OSB Platten wieder drauf! Die Decke des Eingangsbereiches wird unser Schlafzimmer.
Unten im Eingangsbereich wollen wir Klinker pflastern. Also muss der Stallboden raus. Jan lud sich ein paar Freunde für das Gröbste ein und los ging es. Der Schlaghammer war wirklich Gold wert. Dabei wurde Schubkarrenweise der Schutt rausgefahren.
Damit wir einen geraden, gedämmten Boden haben, musste zu dem alten Stall auch noch sehr viel Klei rausgefahren werden.
Mit dem Kreuzlinienlaser ließ sich dann sehr einfach ein ebener Boden für die Betonplatte ausrichten.
Jan und ich starten mit Mattes (unser zukünftiger Nachbar, der uns wirklich viel Hilft, DANKE!), damit die OSB-Platten auf die Balken im zukünftigen Wohnzimmer und der Küche zu Schrauben. Hier wurde vorher nämlich nur das Heu auf Platten gelagert, daher musste erstmal eine Fläche her, auf der der eigentliche Boden angeschraubt werden kann und wir uns gefahrlos bewegen können.
Für das Wohnzimmer:
Am 26. Oktober wurden uns Balken, 24 cm dick, geliefert. Diese unterfütterten wir an den tragenden Stellen mit dünnen Holzscheiben und Teerpappe, damit wir eine Waagerechte Ebene erhielten. Einen große Arbeitserleichterung stellte dabei ein 360 Grad Kreuzlinienlaser da. Damit kann man immer überall sehen und Messen wie hoch die Balken am Ende sein müssen und wieviel dafür unterfüttert, bzw. abgesägt werden muss.
Wo wir welchen Balken festschrauben hat Jan sich vorher markiert. Außerdem war sehr wichtig, dass zwischen jede Schraubung Balken-OSB Platte ein Stück Teerpappe kommt, damit es später, wenn wir über den Fußboden in der Wohnung laufen, nicht knarzen kann.
Für die Küche:
Dieser Raum soll etwas höher werden. Also sägen wir uns 20 cm dicke Balken zurecht und legen sie oben hin. Dann brauchen wir noch Stelzen, damit der Boden etwas höher wird. Dazwischen entsteht eine Hohlschicht. Hier kommen die Leitungen (Wasser und Abwasser) und Glaswolle später rein.
Schließlich werden die Stelzen wieder unterfüttert, für die gerade Fläche, Teerpappe dazwischen. Fertig!
29.11.2020
Und rein mit der Glaswolle! Und wieder OSB Platten drüber!
Im Erdgeschoss wird es einen Raum als Diele geben. Der Stallboden kommt raus und wird neu betonieren. Wir Dämmen und den Fußboden pflastern wir mit alten Klinkern.
Der Raum erfüllt verschiedene Zwecke. Es soll eine Garderobe um Jacken und Schuhe abzustellen rein, aber auch als Abstellraum genutzt werden. Hinten in die Ecke bauen wir eine Treppe zu den Wohnräumen. Zudem soll der Raum relativ leer bleiben, abgesehen von ein paar Musikboxen und einem Mischpult um hier auch spontan Feiern zu können.
Im Obergeschoss wird es dann ein offenes Wohnzimmer mit Küche geben. In der Küche werden drei große Fenster sein, dafür werden die originalen Fensteröffnungen dann etwas verlängert. Der Fußboden der Küche wird dafür etwas höher als im Wohnzimmer sein, sodass eine Stufe die beiden Bereiche voneinander trennt. Im Wohnbereich soll die Möglichkeit bestehen einen Ofen anzuschließen.
Auf gleicher Ebene wird wie das Wohnzimmer soll ebenso das Bad mit offener Dusche entstehen. Im Bad, Treppenaufgang und Schlafzimmer sollen Dachfenster eingesetzt werden. Zum Schlafzimmer wird es ein paar Stufen hinuntergehen, dadurch können wir in der dachschräge zusätzlichen Raum gewinnen.
Im Wohnzimmer soll es noch eine kleine Treppe zum Raum unter dem Dach geben. Hier entsteht ein Büro, wo wir neue Projekte planen können. Auch hier kommen Dachfenster rein, damit wir den Ausblick genießen können. Der Raum wird zur Küche hin offen bleiben, sodass man in die Küche hinunter gucken kann, denn die Decke der Küche bleibt bis in den Giebel offen und hat damit eine maximale Raumhöhe von 4,5 Metern.
Wir wollen unser Geld nicht für eine überteuerte Mietwohnung ausgeben. Auch hier in den Dörfern in der Umgebung ist die Miete für eine Wohnung schon sehr hoch. Und Geld für etwas ausgeben, was uns nicht gehört fällt uns sowieso schwer.
Der erste Gedanke war, ob wir uns eine Eigentumswohnung oder ein kleines Haus kaufen. Zwar zahlen wir dann auch viel Geld zur Tilgung, dafür gehört es uns dann am Ende. Wir waren daher im Frühjahr schon auf mehreren Besichtigungsterminen.
Da wir in unserer aktuellen Situation aber absolut nicht wissen, wohin es uns in Zukunft verschlägt und was die Coronakriese vielleicht noch so mit sich bringt, wollten wir uns nicht mit einem Kredit für viele Jahre an einen festen Standort binden. Hinzu kommt, dass wir diesen Kredit unser Leben lang abzahlen dürfen und uns damit sehr Abhängig von einem festen, geregelten Einkommen machen.
Wir träumten mittlerweile ständig von unseren eigenen vier Wänden, denn wir wohnen beide noch bei unseren Eltern.
Die Lösung kam dann wie gerufen: Jans Eltern boten uns an den Heuboden im Stall ihres Bauernhauses zu einer eigene Wohnung auszubauen, wenn wir das Projekt auch zu Ende bringen. Die Kosten dafür übernehmen sie.
Es dauerte nicht lange und der Startschuss war gesetzt. Zunächst ging es an das Aufräumen des Heubodens! Hier seht ihr ein paar Bilder dazu:
Auf dem ehemaligen Heuboden soll die Wohnung entstehen…